Nach Baden-Württemberg hat nun auch Bayern vorläufigen Ergebnissen der Schweinebestandserhebung vom 3. Mai 2012 zum Sauenbestand veröffentlicht. Die Zahl der Zuchtsauen sank um 6,8 Prozent (-20 900 Tiere) auf 286 600 Tiere.
Das sind 33% weniger Sauen als noch im Jahr 2000. Seit dem Jahr 2007 sink der Zuchtsauenbestand in Bayern rapide (s. Grafik). Zur Erinnerung das Wirtschaftsjahr 2007/2008 war ruinös für die Ferkelerzeuger! In Baden-Württemberg sank die Zahl der Zuchtsauenbegann gleichermaßen um 34%. Der Bestandsabbau begann schon zum Wirtschaftsjahr 2002/2003 (s. Grafik). Damals herrschten ebenfalls schwierige Zeiten für die Ferkelerzeuger. Die Ergebnisse aus Niedersachsen und NRW für den Stichtag 03. Mai 2012 wurden noch nicht von den Landesämtern veröffentlicht.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, gab es nach den vorläufigen Ergebnissen der Schweinebestandserhebung vom 3. Mai 2012 noch rund 6 700 Schweine haltende Betriebe in Bayern, die einen Mindestbestand von 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen aufwiesen. Von diesen Betrieben wurden bayernweit rund 3 462 400 Schweine gehalten. Gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2011 ist damit ein Rückgang bei den Halterzahlen von 7,8 Prozent sowie bei der Bestandsanzahl von 0,3 Prozent zu verzeichnen.
In den einzelnen Unterkategorien zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen. Während die Zahl der Mastschweine um 5,1 Prozent (+71 900 Tiere) auf 1 487 500 Tiere zunahm zeigten sich Bestandsrückgänge sowohl bei den Jungschweinen mit einem Minus von 3,1 Prozent auf 637 400 Tiere, als auch bei den Ferkeln mit 3,8 Prozent (-41 500 Tiere) auf 1 046 200 Tiere.
Baden-Württemberg: Niedrigster Zuchtsauenbestand seit über vier Jahrzehnten










Aktuelles...