Angrillen? LEH füllt sich die Taschen…! Ein Kommentar von ISN-Beiratsmitglied Hartwig Wehming
Das sommerliche Wetter lädt zum Angrillen
ein – wird aber auch Zeit. Schließlich ist es bereits fast April. Die Preise an der Fleischtheke beim LEH ließen mich verwundert auf den Kalender schauen – ist heute der erste April?
Da im Hause Wehming in den nächsten Wochen der zweite Nachwuchs ansteht, habe ich den Anhänger mit den Pflanzkartoffeln wieder in die Halle gefahren, um dann meiner Frau beim abendlichen großen Einkauf zu helfen. Wie sich schon bald herausstellte, war ich gut beraten einen gut gefüllten Geldbeutel mitzunehmen.
Im Angebot
sollte Grillfleisch sein. Ich hatte noch die Preise vom letzten Sommer im Kopf und bereits gedanklich grobe Abschläge gemacht – denn die Schlachter hatten sich ja bereits im Januar für 1,12 € je kg Schlachtgewicht jede Menge Fleisch ins Kühlhaus gepackt. Gerade knapp hundert Euro hatte ich derzeit für jedes Schwein auf das Konto bekommen – von einer ansatzweisen Kostendeckung weit entfernt. Und auch jetzt – bei 1,51 € - sind mit ca. 135 € gerade das Ferkel und die Futterkosten gedeckt – die Arbeit mache ich dabei für lau.
An der Ladentheke dagegen wird mit Grillzauber
richtig Kasse gemacht – einfaches Kotelett schlägt derzeit mit knapp 4,60 € je kg zu Buche. Wer Nackensteaks möchte (war am Dienstag in einigen Filialen bereits ausverkauft (!) muss mit ungefähr 5 € etwas tiefer in die Tasche greifen. Mal ganz abgesehen von den edleren Teilen, wie dem Filet oder einem Lachssteak, dass dann schon bei fast 10€ liegt.
Da stellt sich doch die Frage, wo bleibt eigentlich das Geld? Gerade in der Grillsaison wird wieder klar, dass das Verhältnis in Deutschland nicht stimmt. Im LEH wird Marge gemacht und der günstige Einstandspreis nicht an den Verbraucher weitergereicht. Bei uns Schweinehaltern kommt auf jeden Fall nichts davon an.
Ist das vielleicht Taktik? Soll der Verbraucher endlich auf höhere Fleischpreise eingeschworen werden? Kriegen wir auch etwas davon ab? Die Weltmarktpreise für Fleischwaren ziehen an – ich bin gespannt und der LEH macht sich die Taschen voll.
Den Shareholder freut es. Die Steakholder sind gefrustet.
Die ISN hat aktuelle Berechnungenn zur Wirtschaftlichkeit der Schweinemast angestellt










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