ISN unterstützt NVV Aktionstag: +25Cent/Pfund Fleisch gefordert
Am vergangenen Freitag den 25. Februar hatte die Vertretung der Schweinehalter in den Niederlanden, NVV, einen Aktionstag angesetzt. In Lebensmitteleinzelhandelsgeschäften (LEH), wie C1000 oder Aldi wurden Fleischartikel mit einem Aufkleber versehen, der die zentrale Forderung nach 25 Cent mehr je kg Fleisch deutlich machte. Insgesamt wurden in den Niederlanden an diesem Aktionstag Supermärkte in 18 Städten aufgesucht.
Die ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. hat die Aktion der Nachbarn im Westen unterstützt. In Enschede, nicht fern der deutsch-niederländischen Grenze schlossen sich Christian Schulze-Bremer aus dem ISN-Vorstand und Christoph Selhorst aus dem Beraterteam der Jungen ISN, den niederländischen Berufskollegen an. „Wir haben die gleichen Probleme, da müssen wir eng zusammenstehen. Der Aktionstag ist auf offene Ohren gestoßen. Auch in Deutschland müssen wir den Verbrauchern viel stärker aus erster Hand erklären, was wir tun und warum wir es tun. Und das es nur mit einem gerechtem Schweinepreis geht!“, untertrich Schulze-Bremer.
Unsere Nachbarn im Westen machten bei dem Aktionstag mit Plakaten, und Flyern in Supermärkten auf die zu niedrigen Preise für Schweinefleisch aufmerksam. Des Weiteren war es den Schweinehaltern wichtig mit den Kunden der Supermärkte ins Gespräch zu kommen und diesen zu erklären warum es den Aktionstag gibt. Diese Gespräche verliefen durchgängig positiv und selbst die Supermarktangestellten zeigten Verständnis für die Aktivisten.
Ein besonderes Anliegen des NVV war es hierbei die Läden der Kette Albert Hejn aufzusuchen. Diese niederländische Einzelhandelskette hatte vor kurzen ein Tierschutz-Label eingeführt, dass ohne Zuschläge für die Schweinehalter funktioniert – das ist nach Ansicht der ISN und des NVV kein gangbarer Weg!
"Ohne Wertschätzung keine Wertschöpfung"
Für die ISN war es eine gute Aktion gemeinsam mit dem NVV und ein erster Schritt auf dem Weg zu einer noch aktiveren Rolle der ISN in der Wahrnehmung der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit und der Meinungsbildung der Konsumenten. Schon bei der Mitgliederversammlung hatte ISN Geschäftsführer Dr. Torsten Staack, die Stoßrichtung aufgezeigt, als er die Maxime „Ohne Wertschätzung keine Wertschöpfung!“ ausgab. Auch die Junge ISN wurde auf diesem neuen Pfad mit der Aktion „Die Junge ISN gibt ihr letztes Hemd“ bereits aktiv.
Kasseler billiger als Schweineohren?
Insgesamt hat sich die ISN das Ziel gesetzt sich direkt im Handel bzw. an der Theke noch vehementer für einen gerechten Schweinepreis einzusetzen. „Fleisch soll alles „können“, kosten darf es aber nicht mehr. In der Bevölkerung ist heutzutage das Wissen über die Schweineproduktion so gering, dass es keine Wertschätzung mehr für das Fleisch gibt!“, begründet Staack das stärkere Engagement der ISN in der Öffentlichkeitsarbeit.
Bei näherer Betrachtung des Preisverhältnisses von Lebensmitteln zu anderen Produkten, wie Tiernahrung, ist ein starkes Ungleichgewicht entstanden. Eine große deutsche Discounterkette hatte zuletzt Schweineohren für Hunde wesentlich teurer angeboten als Kasseler. „Auf dieses Ungleichgewicht werden wir in Zukunft deutlich aufmerksam machen.“, so Staack weiter.














Video von dem Aktionstag auf YouTube
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