Die Hälfte aller Verbraucher achtet beim Einkauf auf die Region
Zur Internationalen Grünen Woche in Berlin hat Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner eine bundesweite Initiative für eine bessere Kennzeichnung regionaler Lebensmittel gestartet, teilt das BMELV in einer Pressemitteilung mit. Wir erleben in Deutschland eine Renaissance des Regionalen. Es gibt viele erfolgreiche Anbieter, die ihre regional erzeugten Produkte mit großem Engagement bewerben. Bisher kann der Kunde aber leider nicht immer erkennen, ob drin ist, was draufsteht. Deshalb werde ich mit den Regionalanbietern an einer besseren Regionalkennzeichnung arbeiten
, erklärte Aigner am Mittwoch auf der Grünen Woche.
Das Vertrauen der Kunden zu haben, ist ein entscheidender Faktor für die vielen erfolgreichen Vermarkter aus der Region. Beide Seiten eint das Interesse an einer verlässlichen, transparenten Kennzeichnung.
Nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums achtet die Hälfte aller Verbraucher beim Einkauf auf Lebensmittel aus der Region.
79 Prozent der befragten Verbraucher wären danach bereit, mehr Geld für regionale Lebensmittel auszugeben. Doch nicht einmal jeder Fünfte fühlt sich über die Herkunft regionaler Lebensmittel verlässlich informiert, so das Ergebnis der Umfrage.
Was denken deutsche Verbraucher über regionale Lebensmittel? Nachfolgend ein Auszug der Ergebnisse einer Umfrage im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums (EMNID / 1000 Befragte / Umfragezeitraum 16.-19.12.2011)
1. Rund die Hälfte (48 %) aller Verbraucherinnen und Verbraucher achtet beim Einkauf darauf, dass Lebensmittel aus einer bestimmten Region kommen.
2. Fast die Hälfte (45 %) aller Verbraucherinnen und Verbraucher kauft regionale Lebensmittel auf dem Wochenmarkt. Supermärkte sind mit Abstand die Hauptbezugsquelle (86 %). 41 % der Befragten kaufen regionale Produkte direkt vom Bauern.
3. Hauptmotiv der Verbraucher: Sie haben Vertrauen zu den Landwirten aus der Region (83 %). Kurze Transportwege (80 %), positives Lebensgefühl (71 %), Arbeitsplätze in der Heimat sind für mindestens zwei Drittel (70 %) relevant.
4. 79 % der Verbraucher wären bereit, mehr Geld für regionale Lebensmittel auszugeben (10 % deutlich mehr, 69 % etwas mehr).
5. Bei einer Regionalkennzeichnung wäre nur für 56 % der Befragten eine klare geographische Abgrenzung wichtig. Am wichtigsten ist, dass das Produkt in der Region verarbeitet wurde (81 %). 70 % der Verbraucher legen Wert darauf, dass bei Fleischprodukten auch die Futtermittel aus der Region stammen.
8. Der Aspekt Tierwohl (89 %) ist den Menschen mit Abstand am wichtigsten gegenüber Bio-Produktion (56 %) und regionaler Herkunft (54 %). Für 71 % hat der Preis Priorität.










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