10.05.2011 RSS Feed

31 abgesetzte Ferkel je SAU / Jahr

Nicht nur in der Mast werden überdurchschnittlichen Ergebnisse erzielt. Auch in der neuen GRAAKJAER Sauenanlage, werden 15 lebend geborenen Ferkeln je Wurf von den hoch gesunden Sauen aufgezogen.

Im 7 -Tage-Rhythmus (26 Tage Säugezeit) werden die fremdremontiert Jungsauen dänischer Genetik bewirtschaftet. Diese stammen aus dem sächsischen Vermehrungsbetrieb Agrargenossenschaft Doberschütz e.G., ebenfalls aus einem GRAAKJAER-Stallgebäude von 2003.

Die mit Regumate eingegliederten Jungsauen haben bei der Erstbelegung ein Mindestgewicht von 140 kg und sind 230 bis 240 Tage alt. Die insgesamt 750 Sauen werden derzeitig noch mit dänischem Duroc - Ebern angepaart. Erste Versuche mit Piétrain-Ebern laufen.

 

Höhere Befruchtungserfolge bei der Besamung der Sauen werden mit einen längeren Abstand von 24 Stunden, statt vorher 12 Stunden, zwischen KB 1 und KB 2 erzielt. Die Trächtigkeitsrate liegt derzeitig bei über 90 %.  Zwei Eber stimulieren die Sau in einem speziellen Ebergang. Besamt wird in einem Besamungsbügel. Bei den Altsauen wird generell auf Biotechnik verzichtet.

Ein Großteil der Sauen ferkeln am Freitag und Samstag ohne Komplikationen. Der Durchschnitt liegt bei 16 abgesetzten Ferkeln und 1,3 tot geborenen. Eine ständige Überwachung ist nicht notwendig, so die Anlagenleiterin Helga Völker.

Für die Nabeldesinfektion und ein schnelleres Abtrocknen der Neugeborenen wird ein spezielles Pulver auf die Ferkelnester gestreut. Nach der Geburt erhalten alle Sauen 1ml Oxytocin zur Reinigung der Gebärmutter. MMA-Probleme gibt es kaum.

 

Die Ferkel werden nach der ersten Kolostrumaufnahme im Ferkelnest separiert, damit kann die Sau ungestört aufstehen und fressen. Danach dürfen zuerst die kleineren Ferkel wieder zur Sau, nach etwa einer halben Stunde der Rest. Nach etwa 24 Stunden erfolgt der Wurfausgleich, der auf das Nötigste beschränkt wird. Hier ist die Zahl der Zitzen entscheidend. Bei  16 Zitzen je Sau, behält diese auch 16 Ferkel. Überzählige Ferkel kommen zur Ammensauen. Dafür werden zwölf zusätzliche Sauenplätze vorgehalten. In allen Bereichen der Sauenanlage wird flüssig gefüttert.

 

Die tragenden Sauen werden in einer dynamischen Großgruppe von rund 400 Tiere in einem Wartestall aus einer Stahlrahmenkonstruktion mit Oberlicht gehalten.  Über 8 Abrufstationen wird individuell auf Kondition gefüttert. Der tierärztliche Aufwand ist gering. Geimpft werden die Sauen nur gegen Parvo/Rotlauf sowie Coli/Clostridien.



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