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07.06.2010

16. Mitteldeutscher Schweineworkshop: „Sachsen-Anhalt hat noch Platz für Veredelung“

Prof. Orzessek

Prof. Orzessek

Am Freitag, dem 28.05.2010 und Samstag, dem 29.05.2010 luden die FH Anhalt und der Mitteldeutsche Schweinezuchtverband (MSZV) unter dem Titel „Schweineproduktion 2010 - Es geht um alles!“ zum Mitteldeutschen Schweineworkshop 2010 ein. Jana Püttker von der ISN sprach bei dieser Vortragsveranstaltung  über „Schweineproduktion in Deutschland – Möglichkeiten und Chancen“.

Der Workshop fand bereits zum 16. Mal statt. Die Organisatoren Professor Wähner Hochschule Anhalt (FH), Bernburg und Professor Orzessek,  Präsident der Hochschule Anhalt  (FH) Köthen, konnten mehr als 200 Zuhörer auf der Tagungsveranstaltung begrüßen.


Minister Hermann Otto Aeikens

Minister Hermann Otto Aeikens

Der Landwirtschaftsminister Sachsen-Anhalts, Hermann Otto Aeikens (CDU), sprach das Grußwort und gab sich als Verfechter für die Tierproduktion: „Sachsen-Anhalt hat im Vergleich zu anderen Bundesländern eine sehr geringe Viehdichte, wir haben noch Platz für Veredelung“ und versprach Raumordnungsverfahren „mit Augenmaß“. Grundsätzlich stellt sich für ihn die Frage, wie die moderne Agrarproduktion in Zukunft der Öffentlichkeit vermittelt werden könne. Professor Orzessek bemerkte, dass die breite Bevölkerung mittlerweile gegen jegliche landwirtschaftliche Produktion Einwände hätte. Es beginne beim Pflanzenbau (Monokulturen) und ende bei Wind- und Solarkraft.

v.l: Prof. Martin Wähner, Jana Püttker

v.l: Prof. Martin Wähner, Jana Püttker

Den Umgang mit nichtlandwirtschaftlichen Interessengruppen und Bürgerinitiativen sowie der Tierschutz seien zukünftige Herausforderungen für die deutschen Schweinehalter, erklärte Jana Püttker in Ihrem Vortrag.

Sachsen-Anhalts Schweineproduktion erholt sich besser als in anderen neuen Bundesländern. Hier wurden in den letzten 10 Jahren 180.000 Plätze gebaut bzw. wieder belegt, das ist ein Plus von 20 %. Ein Motor für das überdurchschnittliche Wachstum sei unter anderem auch der Tönnies-Schlachthof in Weißenfels. Die Schlachtzahlen Sachsen-Anhalts sind in den letzten 10 Jahren um 70% gestiegen.

Der Markt für Ferkel zeigt sich in den letzten Wochen sehr stabil. Luft nach oben sei auch bei den Schlachtschweinepreisen im WM-Jahr durchaus vorhanden, meint Jana Püttker.


v.l.:Brandt, Prof. Wähner, Püttker

v.l.:Brandt, Prof. Wähner, Püttker

Weitere Vorträge wurden zu zahlreichen anderen Themen gehalten, darunter: „Bedeutung funktioneller Merkmale bei Sauen“, „Was kosten 32 Ferkel/ Sau und Jahr?“, oder „Haltungssysteme in der Ferkelerzeugung“. Ein vollständiger Tagungsband wird im November 2010 erscheinen.



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